Online-Marketing Checkliste
Web-Promotion: Wie bringe ich mehr Besucher auf meinen Internetauftritt?
Informationen gemäss Stand vom 7.11.2011
Für viele Webpräsenzen, gerade im KMU-Bereich, wurde nie Werbung gemacht. Wenn Marktpartner die eigene Website nicht kennen, so verpufft die Wirkung des Internetauftritts. Welche Werbemassnahmen sollten durchgeführt werden? Dieser Beitrag ist in fünf Abschnitte aufgeteilt, die das Vorgehen erklären.
Bedenken Sie:
Ein Internetauftritt ist primär kein Werbemedium, sondern ein Kommunikationskanal!
Damit dieses Kommunikationsmedium überhaupt bekannt wird, muss es zuerst einmal beworben werden.
„Wie bekomme ich mehr Besucher auf meine Homepage?“, diese Frage ist im Internet überall zu lesen. Dabei ist die Frage nicht korrekt. Die Homepage ist ja nur ein Synonym der Startseite. Also korrekt: „Wie bekomme ich mehr Besucher auf meine Website?“ Sehen wir uns nachfolgende Strategie einmal näher an:
Wie Sie effizient die Vorbereitung planen
- Am Anfang steht ein Plan
Bevor Sie loslegen, sollten Sie einen Plan haben, eine Strategie. Halten Sie in einem Marketingplan alle Schritte schriftlich fest. Verzetteln Sie sich nicht. Wenn Sie nur eine Stunde pro Woche ins Online-Marketing investieren können, so müssen Sie sich sehr stark konzentrieren. Setzen Sie Ziele und kontrollieren Sie regelmässig, ob Sie diese Ziele auch erreicht haben. Haben Sie die Ziele nicht erreicht, so analysieren Sie die durchgeführten Massnahmen. Wurde die Web-Promotion wirklich professionell angepackt?
- Qualität vor Quantität
Gute Websites vermarkten sich fast von selbst. Investieren Sie also zuerst in die Qualität Ihrer Website: gepflegtes Design, zuverlässige Technik und natürlich einen ausgezeichneten Inhalt. Sprich: Generieren Sie echten Kundennutzen.
- Suchmaschinenoptimierung
Als absolutes Minimum in Sachen Suchmaschinenoptimierung muss das Meta-Tag „Description“ in jeder Webseite vorkommen. Jede Seite eines Auftritts erhält eine eigene Beschreibung, die ca. 150 Zeichen lang sein sollte.
Zusätzlich kommen in den „Title-Tag“ die wichtigsten 3 bis 5 Suchbegriffe je Seite.
- Pro Keyword eine Seite
Erstellen Sie pro Schlüsselwort (Produkt/Dienstleistung) eine eigene Webseite.
Offline Werbemassnahmen
- URL auf alle Papiere
Nach dem Veröffentlichen einer Website kommt die Internetadresse auf alle Unterlagen, die das Haus verlassen: Visitenkarten, Briefpapier, Prospekte, Beilagen, Geschäftsfahrzeuge, etc.
Nicht jede Werbemassnahme eignet sich für jeden Betrieb. Aufgrund der eigenen Ressourcen muss man sich entscheiden, mit welchen Mitteln man die Website-Promotion fördern will. Sehen wir uns deshalb einige wichtige Webpromotion-Massnahmen einmal näher an.
- Keyword-Advertising
Beim Keyword-Advertising handelt es sich um textbasierende Anzeigen in Suchmaschinen und in anderen Internetauftritten. Bekanntestes Beispiel: Google Adwords oder MaxiAds.
- Newsletterwerbung
Bei der Newsletterwerbung kann man als Inserent in fremden, passenden Newslettern Werbung in Form von Textanzeigen buchen.
- Facebook
Dieses Community bietet die Möglichkeit Inserate zu buchen, die einer ganz bestimmten Zielgruppe entsprechen. Da
Facebook sehr viele Informationen über seine Mitglieder besitzt kann ganz genau selektiert werden, welche Mitglieder die Werbung sehen werden. (z. B. Selektion nach Länder, Sprache, Alter, Geschlecht, Interessen, ...)
Online Werbemassnahmen - Kostenlos, aber zeitaufwändig
Das Internet bietet viele Möglichkeiten kostenlos auf sich aufmerksam zu machen. Sie brauchen jedoch eine andere Währung: Zeit! Das Verlinken und die Herstellung hochwertiger Inhalte ist leider sehr zeitaufwändig. Nicht umsonst
ist das Schreiben die Kernfähigkeit erfolgreicher Internet Marketer.
- Linktausch
Pflegen Sie den Linktausch mit Partnern, um die Domain-Popularität Ihres Auftritts zu vergrössern. Wenn viele Websitesbetreiber einen Link zu Ihner Webpräsenz setzen, erhöht sich damit die Chance, dass Sie bei einigen Suchmaschinen eine bessere Platzierung bekommen. Je mehr Links auf Ihre Website weisen, desto mehr Traffic kommt auf Ihren Server und desto grösser auch die Chance, Ihren Kundenkreis zu erweitern.
- Newsletter herausgeben
E-Mail-Marketing gehört zu den wichtigsten Online-Marketing-Massnahmen im Web. Kaum eine grössere Website, die dieses Medium nicht nutzt. Da die Leser die Erlaubnis für den Erhalt des Newsletters geben, ist das Interesse an den Informationen entsprechend gross. Dieses Medium erlaubt es, regelmässig Kontakt mit den (potentiellen) Kunden aufzunehmen.
- Site-Anmeldung
Der Internetauftritt ist bei wichtigen Suchmaschinen, Suchkatalogen, Ortsportalen und Branchenverzeichnissen anzumelden.
- Bookmarking
Bei Bookmarks handelt es sich um Lesezeichen auf Internetadressen. Man kann diese Lesezeichen im eigenen Browser ablegen oder stellt diese in einen Bookmarkdienst ein. Stellt man diese Lesezeichen in einem Bookmarkdienst online, so stehen einem die Lesezeichen von jedem Computer mit Internetanschluss weltweit zur Verfügung.
Dafür benötigt man lediglich einen kostenlosen Account bei einem der vielen Anbieter in diesem Bereich. Beim Onlinestellen der Lesezeichen können diese lediglich für eigene Zwecke erfasst werden oder öffentlich. Bei öffentlich zugänglichen Lesezeichen können auch andere Surfer darauf zugreifen. Diese öffentlichen Lesezeichen sind auch für die Robots der Suchmaschinen zugänglich und können dadurch neue Besucher auf die eigene Webpräsenz bringen.
- Offene Presseportale
Bei der klassischen Pressearbeit werden die Pressemitteilungen an die Redaktionen der Medien (Zeitungen, Zeitschriften, Fernsehsender) gesendet. Als Alternative gibt es im deutschsprachigen Internet mehrere kostenlose offene Presseportale, die sich gut für die Web-Promotion eignen. Eine Pressemitteilung muss mindestens ca. 300 Wörter gross sein und darf auch einen Link zur eigenen Website beinhalten. Beim Texten muss man lediglich den
Pressecodex beachten.
- Bloggen
Einverstanden, der Aufbau und die Pflege eines Weblogs ist aufwändig. Ein Weblog ist jedoch das ideale Mittel um sich zu vernetzen. Eine entsprechende Strategie, Durchhaltewille und gute Inhalte sind die Meilensteine für den Erfolg eines Weblogs.
- Web 2.0 / Social-Media
Das so genannte Mitmach-Web bietet weitere Möglichkeiten, um auf seine Firma aufmerksam zu machen. Ein Portrait bei
XING ist heute schon fast selbstverständlich. Weitere nennenswerte Communities sind Linkedin, Google Plus und Twitter.
- Videos
Wer nicht gerne schreibt ist ggf. geschickter mit der Videokamera unterwegs. Bei YouTube und bei vielen anderen Videoportalen kann man seine Filme online stellen. Diese Videos lassen sich dann in der eigenen Webpräsenz oder in einem Blog einbetten.
- Artikelmarketing
Man schreibe wertvolle Fachbeiträge mit mindestens 250 Wörtern und publiziere diese in einem der zahllosen Artikelportalen resp. Artikelverzeichnissen. Je nach Portal dürfen diese Textbeiträge einen oder mehrere Links zur Website des Autors beinhalten. Wer so fleissig interessante Beiträge schreibt, erhält viele Links und Besucher auf die eigene Webpräsenz.
- Gastbeiträge
Als Alternative zum Artikelmarketing kann man Gastbeiträge in Blogs, in Portalen oder in fremden Newslettern publizieren.
- Weitere Massnahmen
Die hier erwähnten Tätigkeiten sind nur die grundlegendsten Marketingmassnahmen. Die eher exotischen Ideen wurden hier weggelassen. Gerade im Internet stehen Ihnen eine schier unglaubliche Fülle an weiteren Aktivitäten zur Verfügung. Diese erfordern jedoch ein Budget an Geld und Zeit sowie entsprechendes Know-how.
- Webstatistik und Erfolgskontrolle
Überprüfen Sie monatlich die Webstatistik Ihres Auftritts. Diese Informationen können Ihnen wichtige Hinweise für die Optimierung Ihres Internetauftritts geben.
Führen Sie auch Buch über Ihre Erfolge. Wie viel Umsatz wurde über die Website generiert? Wie viele neue Anmeldungen für den Newsletter gabs im letzten Monat?
Denken Sie an die Formel: Handeln - Kontrollieren - Optimieren.
- Splittesten
Sind wir nicht alle Experten in Sachen Internet und Surfen? Tatsächlich aber liegen wir dauernd daneben. Alle Multivariaten-Experimente und A/B-Tests zeigen immer wieder die Fehleinschätzungen der „Experten“.
Beim Splittesten werden den Websitebesuchern mehrere Varianten einer (Verkaufs)-Seite gezeigt. Nach frühestens 100 Besuchern dieses Angebots erfährt man durch die Software, welche Variante am erfolgreichsten war, resp. welche Variante der Webseite mehr verkauft hat. Überlassen Sie Ihre Verkäufe nicht dem Zufall, testen Sie!
- Ständige Weiterbildung
Das Internet ist schnelllebig, deshalb sollte man sicher immer für die neusten Trends interessieren, um von diesen möglichst früh zu profitieren. Um auf dem aktuellen Stand der Dinge zu bleiben eignen sich: Fachzeitschriften inklusive deren DVDs, detaillierte Checklisten, Online-Kurse, abonnierte Newsletter und RSS-Feeds, Bücher und eBooks.
- Outsourcing
Gerade Freelancer und kleinere Betriebe können nicht immer das gesamte Know-how zum Aufbau, Pflege und Vermarktung einer Webpräsenz aufbieten. KMUs tun also gut daran, kleinere Arbeiten an externe Dienstleister zu outsourcen. Dafür eigenen sich Jobbörsen oder das Outsourcing an Firmen, die sich gerade auf Websitebetreiber spezialisiert haben. Diese Dienstleister bieten u.a. Textdienstleistungen, grafische Gestaltung als auch Website-Promotion an.
Autor: Walter B. Walser, www.task-force.ch Webpromotion
Über den Autor: Walter B. Walser ist Internet-Kaufmann. Er lebt seit 17 Jahren vom Internet, beratet KMUs im Zusammenhang mit deren Internetauftritt und hat sich auf die Website-Promotion (Traffic-Generierung) spezialisiert.
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