Online-Marketing Checkliste
Wie Sie Landeseiten erfolgreich optimieren
Informationen gemäss Stand vom 4.1.2012
Jede Werbemassnahme im Web muss mit einem Hyperlink enden. Der Link eines Inserates soll nicht etwa auf die Homepage, sondern auf eine speziell eingerichtete Landeseite (Landingpage) verweisen. Pro Werbemedium ist eine eigene Landeseite zu erstellen, so kann man den Erfolg jeder Anzeige gut kontrollieren. Informationen über die Anzahl der Zugriffe auf die Landeseite erhält man von der Webstatistik.
Das Inserat resp. Werbebanner soll den Leser lediglich neugierig machen. Der eigentliche Verkauf findet aber ausschliesslich auf der eigenen Website statt.
Wichtigste Bestandteile einer Landeseite
- Titel
Die Landeseite beginnt mit einem knackigen Titel, welcher oftmals auf das vorhergehende Werbematerial abgestimmt ist. (Wird z. B. in einem Werbebanner ein kostenloses eBook angeboten, so soll der Titel darauf hinweisen, dass man hier das versprochene eBook erhält) Diese Titel werden oftmals in Anführungszeichen gesetzt und müssen unbedingt einen Kundennutzen versprechen.
- Zentraler Inhalt
Die Landeseite umfasst einen starken Verkaufstext und/oder beinhaltet je länger je mehr ein Video.
- Produkt zeigen
Zeigen Sie unbedingt das Produkt. Falls Sie ein immaterielles Produkt oder eine Dienstleistungen anbieten, erstellen Sie ein 2D- oder 3D-Cover.
- Pfeil
Oftmals weist ein farbiger Pfeil auf ein Formular auf der Seite hin.
- Formular
Mit einem Formular wird die Aktion ausgeführt. Sei es die Bestellung eines kostenlosen PDF-Reportes, der Zugang zu einem kostenlosen Online-Kurs oder direkt die Bestellung eines bestimmten Produktes.

- Testimonials
Oftmals ergänzen die Aussage des Verkaufstextes die Referenzen bestehender Kunden. (Ggf. mit Foto oder sogar kleinem Video) Je mehr Referenzen, desto besser.
- Geld-zurück-Garantie
Sofern man ein kostenpflichtiges Angebot unterbreitet sollte man, sofern möglich, eine „Geld-zurück-Garantie“ unterbreiten. Diese Garantie ist im Verkauf von Infoprodukten inzwischen geradezu Pflicht.
Tipps und Tricks aus der Praxis zu Landing-Pages
- Nahtloser textlicher Übergang
Zwischen dem Anzeigentext und der Landeseite muss ein kontinuierlicher Übergang vorhanden sein. Die im Inserat vorgebrachten Ankündigungen oder Versprechen müssen auf der Landeseite eingelöst werden. Je nach Werbemedium kennen Sie auch die Zielgruppe. Passen Sie also die Landeseite Ihrem Zielpublikum an, sprich, die Verkaufsargumente müssen passen.
- Nahtloser optischer Übergang
Zwischen dem Design der Bannerwerbung sowie der Gestaltung der Landeseite muss ein kontinuierlicher Übergang vorhanden sein. Die im Banner verwendeten Gestaltungselemente und Farben müssen auf der Landeseite unbedingt wieder vorkommen.
- Kosten
Falls Sie bei Googles Adwords-Programm teilnehmen, können Sie die Kosten, die Ihnen Google verrechnet, kontrollieren. Stimmen die Anzahl der abgerufenen Landeseiten mit der Quartalsabrechnung von Google einigermassen überein?
- Landeseite je Anzeige/Anzeigengruppe
Erstellen Sie pro Anzeigengruppe eine eigene, angepasste Landeseite auf Ihrer Website. Meistens lohnt sich auch eine Landeseite je Anzeige. Je konkreter Werbemedium und Landeseiten auf einander angepasst sind, desto besser.
- Landeseiten ohne Anschluss
Ein grosser Teil der Landeseiten ist von der eigenen Website nicht per Link erreichbar. Der einzige Link zur Landeseite erfolgt vom Werbemedium her.
Falls Sie mehrere, sehr ähnliche Landeseiten erstellen, verwenden Sie folgenden Eintrag in Ihren Landeseiten, damit die Suchmaschinen diese Seiten mit (fast) doppeltem Inhalt nicht scannen:
<meta name="robots" content="noindex,follow" />
- Halten Sie sich an das Wesentliche
Überfordern Sie Ihre Besucher nicht. Wenn Sie eine potentielle Kundin beispielsweise mit einem „Sommerangebot für Damenschuhe“ auf die Landeseite gelockt haben, dann muss die Landeseite auch konkret auf „Damen-Sommer-Schuhe“ eingehen. Vermeiden Sie es unbedingt auf der Landeseite auch Winterschuhe, Herrenschuhe, Kinderschuhe, etc. zu erwähnen.
- Fragen stellen
Stellen Sie Fragen, die jeder potentielle Besucher auch stellen würde und beantworten Sie diese. Da Besucher oftmals auch weitere Fragen haben, zeigen Sie gross die Telefonnummer.
- Wieder einmal der Kundennutzen ...
Die Titelzeile der Landeseite muss den grössten Kundennutzen nennen (echter Vorteil für den Kunden, kein Marketing-Blabla).
- ... und die wichtigsten Vorteile
Nennen Sie auf der Landeseite die wesentlichen Vorteile des beworbenen Produktes aus Kundensicht. Verwenden Sie dazu listenartige Einträge und vermeiden Sie zu lange Textabschnitte. Unterlassen Sie es auch die Verwendung von Bildern die nur zur Seiten-Dekoration beitragen. Entfernen Sie ggf. alles von der Seite, was den Besucher von der Handlungsaufforderung ablenken könnte.
- Aufzählungslisten verwenden
Besucher mögen Bullet-Listen. Der Nutzen des Angebotes und die wichtigsten Informationen müssen am Anfang des Texts in einer Bullet-Liste ersichtlich sein. Verwenden Sie eine ungerade Anzahl von drei bis sieben Aufzählungspunkten, die sich mit den Wünschen des Besuchers beschäftigen und Antworten auf seine Fragen bieten.
- Garantie und Angebot
Geben Sie dem Besucher, sofern möglich, eine Garantie und formulieren Sie ein packendes Angebot.
- Handlungsaufforderung (Call-to-Action)
Fordern Sie den Besucher zu einer Tätigkeit auf: Buchung eines Newsletters, Bestellung von weiteren Unterlagen, direkter Kauf eines Produktes. Bieten Sie ggf. Links zu ergänzenden Seiten mit technischen Angaben an.
Falls Sie den neuen Kunden zu aggressiv zu einem Kauf drängen, obwohl er Ihre Firma bisher nicht kannte, kann der Schuss auch nach hinten losgehen. Hier braucht es etwas Fingerspitzengefühl, um den Bogen nicht zu überspannen.
Platzieren Sie die Handlungsaufforderung gross und auffällig immer im sichtbaren Bereich auf der rechten Seiten. Der Text der Handlungsaufforderung sollte immer die folgende Aktion zusammenfassen.
- Suchmaschinenoptimierung und Keywords
Gerade Landeseiten müssen in Sachen Suchmaschinen präzise optimiert werden. Dafür müssen die optimalen Keywords recherchiert und eingesetzt werden.
- Duplicate Content vermeiden
Auf alle Fälle sollte verhindert werden, Texte einzusetzen, die bereits auf anderen Webauftritten vorhanden sind, da sich solche Texte negativ auf Suchmaschinen auswirken. Diese Gefahr lauert speziell bei Produkten, bei denen man vom Lieferanten oder Hersteller umfassende Textbausteine erhält.
- Vertrauen aufbauen
Die Anzeige von einem bekannten Gütesiegel, z. B. einer bekannten Konsumentenstiftung, erhöht das Vertrauen in den Anbieter.
- Zugabe
Schenken Sie dem Kunden etwas nützliches, wenn er das Angebot sofort nutzt.
- Keine Ablenkungen
Vermeiden Sie auf der Landeseite alles, was den potentiellen Interessenten von der Handlungsaufforderung ablenken könnte! Vermeiden Sie die Navigation zu anderen Seiten, ausgehende Links und Fotos, die nicht unbedingt auf die Seite vorhanden sein müssen. Verwenden Sie ein einfaches Seitendesign, welches nicht vom Verkaufstext ablenkt.
- Testen, testen, testen
Probieren Sie diverse Landeseiten aus. Der Erfolg der einzelnen Landeseiten kann sehr weit auseinander driften. Die Wortwahl ist wie bei den Inseraten entscheidend. Um herauszufinden, was am besten funktioniert, kann man die (perfekte) Landeseite mit einem Splittest ermitteln.
Wie kann eine Landeseite technisch aussehen?
Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte. Englische Infografik (408 KB)
Bildquelle
Autor: Walter B. Walser, Web-Services
Über den Autor: Walter B. Walser ist Internet-Kaufmann. Er lebt seit 17 Jahren vom Internet, beratet KMUs im Zusammenhang mit deren Internetauftritt und hat sich auf die Website-Promotion (Traffic-Generierung) spezialisiert.
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