Online-Marketing Checkliste
Gescheiterte Webprojekte und wie man sie vermeidet
Viele Internetprojekte sind gescheitert oder zumindest nicht erfolgreich. Woran kann das liegen? Welche Fehler sind zu vermeiden? Die folgende Auflistung soll einige Denkanstösse vermitteln.
- Auftraggeber nehmen sich keine Zeit
Gerade bei der Inbetriebnahme des ersten Internetauftritts nehmen sich gestresste Unternehmer kaum Zeit, den Internetauftritt richtig zu planen und sich vom Web-Dienstleister umgehend beraten zu lassen. Der Internetauftritt ist unbedingt Chefsache. Planlose Projekte rächen sich in Form von fehlenden Kontaktaufnahmen und nicht zustande gekommene Geschäfte über die Website.
Fazit:
Ein Internetauftritt ist ein Marketingprojekt und weniger eine Informatik-Angelegenheit.
- Auftragnehmer beraten nicht
Umgekehrt beraten Auftragnehmer ihre neuen Kunden überhaupt nicht oder nur sehr dürftig. Oftmals liegt es daran, dass die Auftragnehmer keine Profis sind, sondern Privatpersonen oder Firmen, die Webdesign und Webprojekte so nebenbei betreiben.
Fazit:
Der Auftragnehmer braucht Erfahrung sowohl bei der technischen Umsetzung als auch beim Online-Marketing.
- Strategie fehlt
Bei vielen Webprojekten ist keinerlei Strategie zu sehen - ein wenig Text hier, ein paar Bilder da - fertig. Das Angebot an konkurrierenden Websites ist riesengross, ein Klick und der potentielle Kunde ist verloren. Dilettantismus hat bei Webprojekten nichts verloren.
Fazit:
Hinter jedes erfolgreiche Webprojekt gehört eine Strategie mit Verantwortungen und Zielsetzungen.
- Uralte Technik
Webdesigner im Nebenamt verwenden oft uralte Technik wie z. B. Frames, komplizierte Tabellenstrukturen für das Layout und Schriftanweisungen (Font-TAG) in den Internetseiten.
Durch den Einsatz moderner Technik werden u. a. Websites in Suchmaschinen besser gefunden und Redesigns sind leichter, schneller und preiswerter durchzuführen.
- Man kopiert bei der Konkurrenz und wird vergleichbar
Viele Websitebetreiber kopieren die Ideen ihrer direkten Mitbewerber. Dadurch gleichen sich auch die Websites, ein Unterscheidungsmerkmal ist selten sichtbar. Leider werden dabei auch die gleichen Fehler übernommen.
Profis orientieren sich nicht an der direkten Konkurrenz, sondern an den Branchenführern in ihrer Branche und an den grossen Firmen im Web. Anregungen holt man sich bei Firmen aus anderen Branchen und formt daraus eine eigene effiziente Marketingstrategie.
Fazit:
Querdenken ist angesagt.
- USP fehlt
USP definiert den Unterschied zwischen einer Firma und ihren Mitbewerbern. Viele KMUs haben keinen USP, sie kennen ihn nicht oder kommunizieren ihn nicht nach aussen.
Fazit:
Der USP ist die Schokoladenseite jeder Firma und gehört prominent auf jeden Internetauftritt!
- Prospekte online stellen
Viele Websites werden statisch angelegt: einmal erstellen, nie mehr ändern. Die Aktualität geht vollständig verloren. Wer schaut sich solche Websites überhaupt noch an?
Fazit:
Nur wer seine Website regelmässig pflegt und die Besucher mit relevanten und interessanten Infos bedient wird mit regelmässigen Besuchern zählen dürfen.
- Letzter Update: 2004
Wie schnell verlassen Sie eine Website, deren Infos über X Jahre alt sind? In unserer schnelllebigen Zeit sind solche Infos mehr als nur veraltet.
- Inhalt über Design
Viele Unternehmer machen sich ausschliesslich Gedanken über das Design und welche Farbe eventl. besser aussieht. Sie konzentrieren 99% ihrer Energie auf die Optik. Logischerweise bleibt da kaum Zeit für den Inhalt. Allein mit gutem Design gewinnen Sie keinen einzigen neuen Kunden, es sei denn, Sie sind Designer.
Fazit:
Begeistern Sie Ihre Kunden mit dem Inhalt und die Besucher werden ein Lesezeichen auf Ihren Auftritt setzen und so früher oder später zu Kunden werden.
Autor: Walter B. Walser, task-force.ch Website-Promotion
Über den Autor: Walter B. Walser ist Technischer Kaufmann und Website-Analytiker. Er lebt seit 15-Jahren vom Internet und hat sich auf die Website-Promotion spezialisiert.
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