Online-Marketing Checkliste
Was zum Kuckuck ist ein Follow-Up-Autoresponder und was stellen geschickte Profis damit an?
Im Gegensatz zu einem konventionellen Autoresponder versenden Follow-Up-Autoresponder mehrere E-Mails in einem zeitlich definierten Abstand. Grosse Texte werden damit auf kleine Häppchen verteilt. Soweit die Theorie. Wie lassen sich Follow-Up-Autoresponder im Online-Marketing praktisch einsetzen? Wie nutzen Marketing-Profis dieses clevere Medium für ihre Geschäfte?
Es gibt grundsätzlich zwei Varianten für den Versand der E-Mails per Follow-Up-Autoresponder
Wie erfolgt die Anmeldung beim Follow-Up-Autoresponder?

Der Besucher trägt auf einer Webseite in ein kleines Formular seine E-Mailadresse ein.
Dann kriegt er eine E-Mail, in dem er einen Link anklicken muss.
Nach diesem Klick landet seine E-Mailadresse im Verteiler des Autorespondersystems.
Ein Abmelden vom System ist jederzeit möglich, indem man einen Abmelde-Link in den einzelnen E-Mails anklickt.
Für was eignen sich Follow-Up-Autoresponder?
- Online-Lehrgang, Online-Kurs
Jeder Tag (oder Woche) wird ein Kapitel verschickt.
- Countdown
"Noch 14 Tage bis..." Ankündigung für Neuheiten aller Art, Ticker bis zum Messeauftritt, Ticker bis zur Hausmesse, Countdown für eine Preisüberraschung, etc.
- Kundenbindungssystem
Das System meldet sich in regelmässigen Abständen (z. B. mit Tipps und Tricks) bei Ihren Kunden. So gehen Sie bei Ihren Kunden nicht vergessen.
Was können Follow-Up-Angebote beinhalten?
- Nützliche Tipps und Tricks
Reine Werbeangebote sind verpönt. Deshalb sollte der Grossteil der Informationen nützliches Material für den Leser bereithalten.
- Werbeangebote
Experten empfehlen, nur bei ca. jeder 4. E-Mail versuchen etwas zu verkaufen. Wer jede Ausgabe ausschliesslich mit Werbung füllt, wird bald keine Abonnenten mehr haben!
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Was muss ein Follow-Up-Autoresponder technisch können?
- Doppeltes-Opt-In Verfahren
Das Doppel-Opt-In-Verfahren muss von der Software beherrscht werden. Das heisst, dass erstens eine Anmeldeseite (oder Formular) bereitgestellt werden muss, die den neuen Abonnenten direkt in einer Datenbank abspeichert und ihm eine E-Mail mit Bestätigungslink für den zweiten Opt-In-Vorgang zuschickt. Dann muss der Klick auf diesen Link ausgewertet werden und der neue Abonnent kann im System freigeschaltet werden.
- Import/Export
Das Responder-System muss in der Lage sein Adressen zu importieren. Meistens läuft das via CSV-Dateien. So können Sie die Adressen von einem anderen System importieren.
Sollten Sie das System eines Tages wechseln, ist es mindestens so wichtig, dass Sie auch die Adressen exportieren können. Ggf. steht auch hier als Exportformat .csv zur Verfügung.
- Adressensystem
Ihr Responder-System sollte über eine Adressverwaltung verfügen. Damit kann der Abonnent seine Daten jederzeit selbst ändern (Name, E-Mailadresse und ggf. weitere Informationen) und andererseits ist es wichtig, dass Sie selbst
auch Änderungen vornehmen können.
- Mehrere Listen
Das Autoresponder-System muss die Verwaltung mehrerer Listen ermöglichen. Beispielsweise haben Sie für ein Projekt die Liste Interessenten und für ein weiteres Projekt die Liste Kunden.
- Protokoll
Das Responder-System muss in der Lage sein, die IP-Adresse und das Eintragsdatum des Abonnenten abzurufen. Diese Daten benötigen Sie, um im Zweifelsfalle nachweisen zu können, dass Sie autorisiert sind, die E-Mails an den entsprechenden Empfänger zu versenden.
- Bounce-Management
Der Follow-Up-Autoresponder-Dienst benötigt ein Bounce-Management. Das Bounce-Management verwaltet die E-Mails die nicht ankommen. Das liegt daran, dass manche E-Mail-Accounts gelöscht wurden oder zu voll sind um weitere E-Mails zu empfangen. Das Bounce-Management liest alle diese E-Mails aus, die an Ihrer dafür eingerichteten Adresse ankommen und entfernt bei Bedarf die entsprechenden Abonnenten aus Ihrem System.
- Personalisierung durch Variablen
Bei der Erstellung der E-Mail-Sequenzen müssen Ihnen einige Variablen zur Verfügung stehen. Damit können Sie Ihre Abonnenten u.a. namentlich ansprechen. So beginnen Sie die E-Mail beispielsweise mit Lieber %Vorname%, dann setzt das System an der entsprechende Stelle automatisch den Vornamen ein. Unter Umständen haben Sie noch weitere Variablen zur Verfügung, zum Beispiel das Geschlecht, den Wohnort, das Land oder getätigte Umsätze. Die persönliche Ansprache suggeriert ein engeres Verhältnis zu Ihrem Abonnenten, auch wenn Sie diesen nicht persönlich kennen.
- Statistiken
Ihr Follow-Up-Autoresponder-System muss Klick-Statistiken anbieten. Das heisst, Sie binden spezielle Links ein und Ihr System führt ein so genanntes Tracking durch. Dann wissen Sie genau, wann und wie oft auf Ihre Links geklickt wurde. Eine weitere wichtige Funktion sind die Öffnungsstatistiken. Damit können Sie herausfinden, wie viele Ihrer E-Mails überhaupt gelesen werden und welchen Einfluss die Betreffzeile auf diese Quote hat.
- Attachments
Das Follow-Up-Autoresponder-System muss in der Lage sein, wie bei konventionellen E-Mails, Dateianhängsel zu verschicken.
- Multi-Part-E-Mails
Sie müssen auf jeden Fall in der Lage sein, so genannte Multi-Part-E-Mails zu versenden. Damit ist es möglich, dass der Leser den Text in zwei Varianten erhält. Sollte das E-Mailprogramm den Text im HTML-Format (Text und Bilder) nicht sauber darstelllen, so kann der Leser die Nachrichten im konventionellen Textformat (nur Text) konsumieren
Follow-Up-Autoresponder sind nützliche Werkzeuge im Online-Marketing-Mix. Es lohnt sich darüber Gedanken zu machen, wie man dieses Tool für seine eigenen Bedürfnisse optimal einsetzt.
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Autor: Walter B. Walser, task-force.ch Website-Promotion
Über den Autor: Walter B. Walser ist Internet-Kaufmann. Er lebt seit 17 Jahren vom Internet, beratet KMUs im Zusammenhang mit deren Internetauftritt und hat sich auf die Website-Promotion (Traffic-Generierung) spezialisiert.
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