Online-Marketing Checkliste
Welche Fehler man im Online-Marketing vermeiden sollte!
Aufgrund unserer Erfahrung bei diversen Projekten haben wir einige Fehler im Online-Marketing festgestellt und hier festgehalten. Diese Checkliste soll helfen, gerade diese häufigen Fehler zu vermeiden.
- Absolute Passivität
Irgendwelche Aktivitäten, die den Namen Online-Marketing verdienen, werden nicht durchgeführt.
Merke: Internetauftritte, die niemand kennt, weisen einen eklatanten Mangel an Erfolg auf!
- Placebo-Marketing
Es werden zwar Massnahmen durchgeführt, aber die Falschen. Eine Strategie, wie die Werbegelder konkret eingesetzt werden sollen, ist nicht vorhanden.
Merke: Ein konkreter Marketingplan mit allen Details zum weiteren Vorgehen muss her!
- Die Website ist online - Pendenz erledigt!
Falsch! Denn jetzt beginnt die Arbeit ja erst. Ein Internetauftritt ist kein Werbemittel, sondern ein Kommunikationsmedium. Und wenn niemand dieses Medium kennt, kann es auch nicht erfolgreich eingesetzt werden.
Merke: Jetzt beginnt die Website-Promotion! Die benötigten Massnahmen müssen im Online-Marketingplan festgehalten sein.
- 100% Webdesign
Fast der gesamte Zeitaufwand für die Website wird in das Webdesign investiert. Da bleibt keine Zeit für Begriffe wie Benutzerfreundlichkeit, Inhalt, Technik, Planung von Werbemassnahmen.
Merke: Der gemeine Surfer will kein Webdesign, sondern relevante Informationen.
- Marketing geht mir am A.... vorbei
Der Drucker druckt, der Bäcker bäckt, der Gastwirt wirtet. Handwerker und Kleinbetriebe tun sich mit dem Marketing besonders schwer. Jeder weiss, wer nicht wirbt, der stirbt. Die Planung und Durchführung von Marketingmassnahmen stehen bei diesen Betrieben jedoch meistens an letzter Stelle. Zudem fehlt es oftmals auch am Marketingwissen, welches bei vielen Berufsleuten nicht auf dem Ausbildungsplan stand.
- Der falsche Partner
Fragen Sie Ihren Websiteersteller, welche Marketingmassnahmen für die Website geplant sind. Antwortet dieser mit "die Website wird in Suchmaschinen angemeldet" ist oftmals das Ende der Fahnenstange erreicht, von Strategie keine Spur. Die meisten Webdesigner sind mit solchen Fragen einfach überfordert. Werbeagenturen kennen sich oftmals im Onlinebereich zu wenig aus. EDV-Betriebe, die so "nebenbei" Webdesign betreiben, sowieso. Hier helfen oftmals externe Berater, aber auch spezialisierte Webagenturen.
- Suchmaschinenoptimierung
Viele Betriebe sind zwingend darauf angewiesen, dass Sie im Internet gefunden werden. Wurde die Website von einem Webdesigner mit Techniken wie Flash, Frames, JavaScript, vielen Bildern und kaum Text voll gestopft, darf man sich nicht wundern, wenn man in den gängigen Suchmaschinen nicht gefunden wird. Marketinggerechtes Webdesign ist eben mehr als nur ein bisschen Gestaltung. Marketing und Technik müssen unbedingt am gleichen Strang ziehen. Marketingwissen ohne technische Kenntnisse ist ebenso sinnlos wie Technikknow-how ohne Marketingwissen.
Merke: Die Planung der Online-Marketing-Strategie muss vor Kreation einer Website durchgeführt und ständig optimiert werden.
- Online-Marketing ist anders
Zu Beginn des Fernsehwerbezeitalters wurden die Werbespots noch von Sprechern vorgelesen. Diese Technik wurde vom Radio 1:1 übernommen. Es dauerte einige Zeit, bis das Medium adäquat behandelt wurde. Genau dieser Fehler wird im Internetzeitalter wiederholt. Online-Marketing unterscheidet sich in vielen Punkten vom Offline-Marketing.
Zitat: Wer nichts aus der Geschichte lernt, ist blind für die Zukunft.
- Kopieren, aber richtig
Handwerker und Kleinbetriebe kopieren oft den Stil eines Konkurrenten und machen deshalb die gleichen Fehler. Wenn schon kopieren, dann bei den Marktführern im Internet. Erfolgreiche Firmen im Internet wie z. B. eBay, Amazon und Google lassen grüssen.
- Sparen am falschen Ort
Man ist zwar bereit in bestimmte Massnahmen wie z. B. Bannerwerbung, Inserate und ähnliches zu investieren. Ein paar Groschen für ein professionelles Konzept resp. für einen Berater fehlen im Budget. Das bezahlte Lehrgeld übersteigt im Normalfall die Investition für professionelle Hilfe bei weitem.
- Man kauft ein Newslettertool, weiss aber nicht, wie es einsetzen
Man meint clever zu sein und versendet Werbe-E-Mails und wundert sich dann, wenn die eigenen E-Mails in Werbefiltern landen und man mit wüsten Beschwerden bombardiert wird.
- Simples Rezept
Haben Sie auch schon Kontaktformulare ausgefüllt und nie Antwort erhalten? Die Chance, keine Antwort zu erhalten, liegt in einem höheren zweistelligen Prozentbereich. Da wird mit viel Geld, Mühe und Zeit eine neue Website erstellt. Und droht dann tatsächlich eine Kunde mit Auftrag, wird er Links liegen gelassen.
Merke: Antworten sollten innerhalb von 24 Stunden beim potentiellen Kunden eintreffen. Dauert es länger, kann man dem Interessenten immer noch darauf hinweisen, dass man noch an der Abklärung der Frage arbeitet.
- Keine Aufforderung etwas zu tun
Lassen Sie den Besucher wissen, was Sie konkret von ihm wollen: Sei es das Abonnieren eines Newsletters, der Download eines Dokumentes oder der Verkauf eines Produktes.
Merke: Fordern Sie den Besucher zu einer Aktivität auf.
Autor: Walter B. Walser, task-force.ch Online-Marketing
Über den Autor: Walter B. Walser ist Technischer Kaufmann und Website-Analytiker. Er lebt seit 15-Jahren vom Internet und hat sich auf die Website-Promotion spezialisiert.
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