Online-Marketing Checkliste
Wertvolle Tipps für das Drucken von Webseiten
Prinzipiell sind Websites nicht sehr gut geeignet um ausgedruckt zu werden. Dennoch möchte der Besucher gelegentlich wichtige Informationen auf Papier festhalten. Wie lassen sich Websites für den Druck optimieren, welche Alternativen bieten sich an?
Als Websitebetreiber wünscht man sich, dass der Besucher ein Lesezeichen auf das eigene Angebot setzt und regelmässig wiederkehrt. Es kann aber genauso interessant sein, wenn der Besucher etwas ausdruckt, weil er die Informationen längerfristig behalten möchte oder einen Sachverhalt einem Kollegen weiterleiten will.
Welche Möglichkeiten gibt es, um den Besuchern schöne Druckseiten anzubieten?
- Schmale Website
Die Website wird von Anfang an für den Ausdruck optimiert. Bedeutet allerdings, dass die Website rund 640 Pixel Breite nicht überschreiten darf. So gestaltete Websites wirken auf Bildschirmen mit hoher Auflösung etwas mickrig. Von diesem Lösungsansatz wurden wir allerdings absehen.
- Aufwändig
Für jede einzelne Seite wird manuell eine weitere für den Druck optimierte Seite erstellt. Jede Änderung des Inhalts muss dann allerdings auf zwei Seiten angepasst werden. Diese Methode eignet sich nur für sehr kleine Websites, die nur sehr selten angepasst werden oder bei mangelndem Know-how für eine effizientere Lösung.
- Druckversion via Script
Ein Script, z. b. via SSI oder der Programmiersprache PHP, erstellt per Klick auf ein Druckersymbol eine druckoptimierte Seite. Bei dieser speziellen Seite wird auf die Anzeige von Navigationselementen und ggf. Werbung verzichtet. Dafür lassen sich Inhalte einbinden, die auf dem Bildschirm sonst nicht ersichtlich sind.

- Content-Management-System (CMS)
Moderne CMS erstellen auf Wunsch eine druckoptimierte Seite oder erzeugen aus dem gewünschten Text eine PDF-Datei zum Herunterladen.
- PDF
Für alle wesentlichen Inhalte werden dem Besucher druckoptimierte PDF-Dateien zur Verfügung gestellt.
- Druckversion mit CSS
Einige weitere Möglichkeiten bieten Cascading Style Sheets. Moderne Browser können die beiden CSS-Dateien für den Bildschirm resp. für den Ausdruck voneinander unterscheiden. Dadurch kann der Websitegestalter einen Ausdruck markant verbessern. Dieses System bietet die meisten Möglichkeiten zur Druckoptimierung.
Weitere Tipps und Tricks
Welches System Sie immer wählen, beachten Sie bitte folgende Hinweise:
- Unterdrücken
Mit den geeigneten Befehlen lassen sich ganze Seitenbereiche vom Drucken ausklammern, die auf Papier keinen Sinn machen: Seitenkopf, Navigationselemente, Hilfsspalten, Werbung, ...
- Hyperlinks
Links sollten beim Ausdruck nicht mehr unterstrichen sein. Nimmt man als Linktext ein Wort oder einen Ausdruck, so verliert der Papierleser die Information, wo der Link hinweist. Wenn man als Linktext jedoch eine komplette Internetadresse nimmt, so hat das so seine Vorteile für den Ausdruck. Besonders wichtig wird diese Tatsache beim Druck einer Linkliste, die ja ohne die Links dann sinnlos wäre.
Drei Beispiele:
Der Link Website-Promotion ergibt beim Ausdruck lediglich den Text Website-Promotion, der Hinweis auf die Linkadresse geht verloren.
Der Link www.task-force.ch bringt dann beim Ausdruck dann folgerichtig die Internetadresse www.task-force.ch.
Ein Kompromiss wäre folglich Website-Promotion von www.task-force.ch. Hier wird dann der Text Website-Promotion von task-force.ch ausgedruckt.
- Ergänzen
Auf druckoptimierten Seiten fehlen oft Hinweise zum Autor des Dokumentes. Mit den geeigneten Befehlen lassen sich auf druckoptimierten Seiten auch Inhalte einbinden, die auf der gewöhnlichen Internetseite nicht ersichtlich sind. So z. B. Firmenlogos, Adressinformationen, Autorenhinweise, Werbung, ...
- Farben I
Anwender lieben es nicht besonders, wenn der Drucker riesige Flächen ohne irgendwelchen Inhalt grosszügig mit Tinte besprüht. Nehmen Sie Rücksicht auf das Budget des Anwenders. Vor allem die teuren Tintenpatronen können das Portemonnaie sehr strapazieren. Unterdrücken Sie alle Grafiken, die nur zur Dekoration und Auflockerung dienen.
- Farben II
Vermeiden Sie auch den Ausdruck von Farben, die bei einem schwarz/weiss-Drucker kaum lesbar sind. Texte sollen in schwarz ausgedruckt werden.
- Browsertests durchführen
Drucken Sie die wichtigsten Seiten Ihres Webs mit diversen Browsern aus und vergleichen Sie die Ergebnisse. Sind die Ausdrucke mit allen wichtigen Browsern brauchbar?
- Papier sparen
Für einen Test müssen die Seiten nicht unbedingt ausgedruckt werden. Die meisten Browser verfügen über eine Druckvorschau. Da sehen Sie jeweils, wie die Seite auf Papier aussehen würde. Sie finden den entsprechenden Befehl bei den Browsern unter DATEI:
Firefox: Datei - Druckvorschau
Internt Explorer: Datei - Druckvorschau
Opera: Datei - Druckvorschau
Safari: Datei - Seitenansicht
- CSS machts möglich
Technisch realisiert wird das alles mit CSS. Tipps zur konkreten Umsetzung können Sie hier nachlesen:
http://www.thestyleworks.de/tut-art/layout_print.shtml
sowie
http://de.selfhtml.org/css/eigenschaften/printlayouts.htm
- Tipp nebenbei
Viele Websites eignen sich nicht sehr gut zum Lesen: bewegende Objekte die irritieren, zu kleine Schrift, fehlender Kontrast. Klicken Sie in einer solchen Situation auf den ggf. verfügbaren Knopf "Erstelle eine druckoptimierte Seite". Diese optimierten Seiten eignen sich nicht nur zum besseren Drucken, sondern sind oft auch wesentlich lesefreundlicher für den Bildschirmleser.
Autor: Walter B. Walser, www.task-force.ch Website-Promotion
Über den Autor: Walter B. Walser ist Technischer Kaufmann und Website-Analytiker. Er lebt seit 15-Jahren vom Internet und hat sich auf die Website-Promotion spezialisiert.
Sie wollen keinen neuen Beitrag vom Online-Marketing-Magazin verpassen? Abonnieren Sie den kostenlosen Infoservice, der Sie per E-Mail über neue Beiträge orientiert.
